Sonntag, 2. Oktober 2011

"Whiskytaufe" in Appenzell

Am letzten Montag war es endlich soweit. Im neuen Besucherzentrum der Brauerei Locher AG wurde im Beisein von Karl Locher, Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsleitung der Brauerei Locher AG, seinen Mitarbeitern Claudia Nyffeler und Remo Sturzenegger, dem Whiskyexperten Marc Hoffmann, Autor des Buches "Whisky-Marken aus der ganzen Welt" und mir, der Gewinner unseres Blindtasting den öffentlichen Medien vorgestellt. Das Ostschweizer Fernsehen und der Radiosender FM1 wurden durch Edith Hutter vertreten und der Appenzeller Volksfreund durch Rolf Rechsteiner.

Aus dem "Whisky ohne Namen" wurde nun der "Säntis Malt - Cask N°1130". Acht Jahre schlummerte das edle Destillat in einem Pinot Noir Fass, bis er in Samedan zum "Champion der Lüfte" gekürt wurde.

Ganze 450 Flaschen mit einer Fassstärke von 64% Vol., ohne Kältefilterung und ohne Farbstoff, also so wie ihn die Natur hat reifen lassen, warten jetzt auf Whiskyfreunde aus aller Welt. Die Flaschen mit gelasertem Label stehen jetzt exklusiv im Besucherzentrum "Brauquöll Appenzell" der Brauerei Locher AG. Ach nein, stimmt nicht ganz - es sind nur noch 448 Flaschen, den Marc und ich zählen nun auch zu den glücklichen Besitzern dieses Schweizer Whisky. 

Die edlen Reste unseres Whiskytastings, darunter natürlich auch den Säntis Malt-Cask N°1130, kann man noch bis zum 15. Oktober auf unserer Homepage ersteigern. http://www.samedan.smallestwhiskybaronearth.com/Veranstaltungen/versteigerung_2011.html
Der Erlös kommt der Aktion "Denk an mich - Ferien für Behinderte" zugute. 

In der "Schatzkammer",v.l.: Karl Locher, ich und Marc A. Hoffmann

Der "Champion der Lüfte" Säntis Malt-Cask N° 1130 

Wir lauschen den Whiskygeschichten von Marc Hoffmann

Marc und ich freuen uns über das Geschenk von Karl Locher

Samstag, 20. August 2011

Es kann nur einen geben...

...dies gilt nicht nur in Schottland, sondern auch für die Schweiz. Zum zweiten Mal hintereinander gewinnt ein Schweizer Whisky und konnte sich damit gegen seine beiden Schottischen Mitstreiter behaupten, die alle drei am Vorabend das Prädikat "Whisky-zum Abheben gut" bekamen.

1. Platz mit 52 Punkten "Der Whisky ohne Namen" von der Brauerei Locher AG in Appenzell

Den zweiten Platz mit jeweils 48 Punkten teilen sich der "The Glenlivet Archive" von Pernod Ricard und der Bunnahabhain des unabhängigen Abfüllers Caminneci Wine & Spirit Partner.

"Der Whisky ohne Namen" wird nun exklusiv im neuen Besucherzentrum der Locher AG in Appenzell erhältlich sein. Warum ein Besuch dort immer lohnend ist, dazu komme ich dann nächste Woche! 




Anflug auf den Flughafen Samedan - St. Moritz

Donnerstag, 18. August 2011

Es kann losgehen

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Whiskies warten darauf, ihrer Bestimmung, sprich einigen geschulten Kehlen, hinunterzulaufen. Am morgigen Freitagabend geht es los und ich bin natürlich überhaupt nicht nervös. Auch über das Flugwetter am Samstag muss ich mir keine Gedanken machen, wir werden bestes Engadiner Sommerwetter haben. Jetzt bin ich nur noch gespannt auf unsere Gäste und ein wunderbares Whisky-Wochenende.




Unsere Whisky Flight Boards

Freitag, 12. August 2011

Blindtasting 2011 - Mitbewerber aus dem "eigenen Haus"

Ein weiterer Whisky wird unser Blindtasting "Whisky - zum Abheben gut" bereichern. Er hat noch keinen Namen, stammt aber auch von unserer "Hausdestille", der Brauerei Locher AG in Appenzell, dem Produzenten unseres Secret Inspiration.

Somit eine Verstärkung für die Schweizer Whiskies, die, wenn man dem "Experten-Rat" in einem renommierten Whiskymagazin folgen würde, eher als "Gelagerten Gerstenbrand" bezeichnen sollte. Mich würde interessieren, ob diese Whiskykenner einen unserer beiden Schweizer Vertreter in einem Blindtasting erkennen würden.

Aber kommen wir lieber wieder zum neuen "Locher Whisky", für den es noch keinen Namen gibt, so dass ich ihn für unsere Homepage, einfach "Whisky ohne Namen" getauft habe. Es handelt sich laut Jörg Hans, Betriebsleiter der Locher AG, um einen achtjährigen Whisky, der in einem speziellen Weinfass gelagert wurde. Dieser Whisky ist noch nicht im Handel erhältlich und soll auch nur im neuen Besucherzentrum der Brauerei Locher AG in Appenzell erhältlich sein.

Leider waren von Karl Locher und auch von Jörg Hans keine weiteren Informationen zu bekommen, ausser dass der Whisky eine Stärke von 64% Vol. Alk. hat und weder kältegefiltert noch gefärbt wurde. Bisher ist nur eine einzige Flasche im Umlauf und diese steht uns exklusiv für das Blindtasting zur Verfügung.

Hier noch einmal alle bekannten Daten zusammengefasst: "Whisky ohne Namen", Vintage 2003, 8 Years, Lagerung in einem speziellen Weinfass, Cask strength, 64% Vol.Alk., non chill filtered, natural color.

Tasting Notes sind leider noch nicht erhältlich, so dass ich nur meine subjektiven Schilderungen zur Verfügung stellen kann:

Nase: Cognac artig, beim Einatmen schlossen sich automatisch meine Augen und ich fühlte mich unglaublich entspannt

Gaumen: keine 64% spürbar, kräftig und doch eine einzigartige Weichheit, die kleinen Härchen an meinen Armen stellten sich auf wie bei einer kühlen Meeresbrise

Abgang: lang, fast unendlich lang, ein Stoff aus dem Träume entstehen, verboten gut!

Aber wie gesagt, dies ist nur meine subjektive Tasting Note und nicht die eines Fachmanns.




v.l.: ich, Karl Locher & Jörg Hans (Brauerei Locher AG)

Freitag, 8. Juli 2011

Das schlägt dem Whiskyfass den Boden raus - ein Rum beim Blindtasting

Manchmal kann man(n) halt nichts machen, eigentlich wollte ich von Jaykson Bilbao, Geschäftsführer der Smuggler Whisky, Cigars & more GmbH, einen Whisky, denn immerhin ist er unter anderem Importeur der Tomatin Distillery. Aber nein, er will unbedingt seinen Rum dabei haben.

Ich finde, ein Rum hat in einem Whiskytasting nichts verloren - darum "RAUS DAMIT". Jeder Teilnehmer unseres Blindtastings hat am 19. August nun seine Chance dazu: "Finde ihn und schmeiss in raus".

Hier die Tastingnotes des "Aussenseiters":

Provenance Rum, 1990 destilliert, 2007 abgefüllt, 17 Jahre reifte dieses Baby "nur" im Sherryfass. 
Optik: verführerisch dunkel. Sherry sei Dank!
Nase: Wechselspiel von schwere Süsse, altem Holz, Eiche
Gaumen: Etwas unerwartetes. Komplex, schwarzer Cacao, Kaffee, Holz, "sehr alter Single Grain", Früchte, Rauch(?)
Finish: wenn man ihn lässt bleibt er lange und sehr konstant.
Wichtige Info: Es handelt sich hierbei um einen Melasse-Rum nach britischem-Style. 
==> Destillat wird in gebrauchten Fässern ausgebaut und in der Regel nicht mit Melasse verfeinert oder nachgesüsst. (gesüsst: Spanischer-Stil)
v.l.: ich mit "The Provenance Rum" und Jaykson Bilbao

Donnerstag, 23. Juni 2011

Blindtasting 2011 - Mit Bestsellerautor Marc A. Hoffmann

Frühjahr 2006, mein Bruder und ich begannen gerade den kleinen Raum auszumisten, indem nach Gunters Vorstellung, einmal die kleinste Whisky Bar der Welt entstehen sollte. Tagsüber schluckten wir Staub, beginnend mit einer kleinen Saunaeinlage am Morgen. Denn auch die Zwischendecke, die den Bar-Raum vom Hausdach mit Blechbeplankung trennt, musste von jahrzehntealten Holz- und Staubresten befreit werden. Wenn die Sonnenstrahlen gegen 10 Uhr das Dach trafen, wurde es, gelinde gesagt, ungemütlich. 

Abends ging ich dann zum gemütlicheren Teil über, denn natürlich wollten wir auch im Internet präsent sein. Zuerst beschränkten wir uns auf Bilder des Umbaus. Als es dann aber konkreter wurde, welche Whiskysorten wir zur Eröffnung im Sortiment haben wollten, sollte natürlich auch eine ordentliche Beschreibung der edlen Tropfen nicht fehlen.

Ein paar Jahre zuvor, genauer 1969, erblickte Marc A. Hoffmann in Deutschland, das Licht der Welt. Doch bereits kurz darauf kam er in die Schweiz, besuchte dort die Schule, machte seine Ausbildung, sowie seine berufsbegleitende Weiterbildung und ist seit mehr als 20 Jahren in IT-Berufen für Schweizer Firmen tätig. Seit dem pendelt er zwischen den Ländern Schweiz, Norddeutschland und ab und an Schottland hin und her. So richtig zum Whisky fand er, dank einer Einladung im Jahr 2004 zu einem Whiskydinner im Hotel "Waldhaus am See" in St. Moritz. Dort lernte er die Liebe zum Schottischen Single Malt Whisky kennen. Im Jahr 2005 folgte dann Marcs eigene Website über Whisky.

Im Frühjahr 2006 war ich immer noch im Internet auf der Suche nach geeigneten Informationen für unsere Whiskybeschreibungen. Vor allem auf deutsch sollten sie sein und so stiess ich auf Marcs Seite "whiskymania", die zu diesem Zeitpunkt schon ein Jahr online war. Dort fand ich jede Menge Informationen rund um die Schottischen Destillerien, zu Schottland und News aus der Welt der Whiskies.

Ein kleiner Anruf bei Marc genügte und ich durfte mich auf einer der meistbesuchten Whiskypages der Schweiz bedienen. Natürlich immer mit dem entsprechenden Quellenhinweis, schliesslich war es ja Marcs "Doktorarbeit" und mit fremden Federn wollte ich mich nicht schmücken. Also durfte auch der entsprechende Link auf seine Seite nicht fehlen.

Natürlich hielt ich diesen wertvollen Kontakt zu Marc aufrecht und so erfuhr ich, dass er gerade ein Buchprojekt für Grossbritanniens zweitgrössten Verlag abgeschlossen hatte. Allerdings konnte damals noch niemand wissen, dass Marcs Buch "Whisky - Marken aus der ganzen Welt" ein Bestseller mit über einer Viertelmillion verkaufter Exemplare werden würde, welches in deutscher, dänischer, schwedischer und englischer Sprache erhältlich ist.

Zur Zeit arbeitet er an zwei neuen Buchprojekten. Einem Whiskyführer und einem Krimi, indem nach Marcs Worten, das Thema Whisky nicht zu kurz kommen wird. 

Mehr darüber, seinem neuen Whiskyladen "Marc's Whisky Collection", den er mit seiner Lebenspartnerin in Elmshorn führt und andere spannende Whiskygeschichten, wird er uns am 19. August erzählen können. 

An diesem Abend werden wir nicht nur eine Vielzahl erlesener und hervorragender Destillate blind verkosten, um die "Whiskies - zum Abheben gut" zu wählen, sondern auch den spannenden Geschichten von Marc A. Hoffmann, Thomas B. Ide (The Whisky Chamber) und Peter Siegenthaler (Cadenhead's whisky & more) lauschen können.

Marc A. Hoffmann, links im Bild, bei seinem Besuch auf dem Whiskyschiff Zürich 2010

Dienstag, 21. Juni 2011

Blindtasting 2011 - The Whisky Chamber ist mit Thomas Ide's Glengoyne dabei

Wie zufrieden der Kapitän der "Hohentwiel" mit dem Glengoyne war, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich war leider nicht bei der "Nacht der Sinne" auf dem Bodensee dabei, als sich der Kapitän nach Dienstschluss und bei Regenwetter am TWC Glengoine erfreute.

v.l.: Thomas Ide & der Kapitän der "Hohentwiel"

Dafür habe ich aber die Tasting Notes von Thomas Ide. Von der Qualität unseres sechsten Kandidaten, können sich die Teilnehmer unseres Blindtastings "Whisky zum Abheben gut", im August selbst überzeugen:

Glengoyne (TWC) 1997, 13 Jahre, Oloroso Sherry Cask, first fill
Aroma: Sherry (kein Wunder), Fudge und dunkle Schokolade
Geschmack: schwere Sherrytöne (sehr ölig), schwarzer Tee mit einem Tropfen Milch
Nachklang: die Sherrysüsse bleibt lange am Gaumen und recht wenig Holz