Sonntag, 15. Januar 2012

Es muss nicht immer Whisky sein

Kaum hatte ich den Blogbeitrag „Was ich mit nach Deutschland bringe“ geschrieben, meldete sich alsbald Marc Hoffmann:

„Hallo Detlef, möchtest Du nicht noch zusätzlich den Cream Liqueur mit aufführen?“

Nun, ich hatte ihn nicht erwähnt, weil ich eben ausser Whisky noch etwas anderes mit nach Deutschland bringe. Da ich Whisky aber auch nicht mit Cola trinke, wollte ich den Artikel nicht „verwässern“. Hier also unser Säntis Cream:

EDITION MARWEES
Alc. 18% Vol.

Nougat- und Caramelaroma, leicht süsslich, dickflüssig – und ein aussergewöhnlich angenehmer Nachgang. Die kristallklare Quelle bringt die golden schimmernde Sonne ins Appenzellerland und verleiht unserem Säntis Malt seine ganze Kraft. Inmitten von saftig grünen Wiesen grasen friedlich jene Kühe, die uns den wunderbar sämigen Rahm für unseren «Säntis Cream» geben. Unser Säntis Malt Edition «Säntis» lagert in Eichenfässern, bis er reif genug ist, um sich mit dem reichhaltigen, schneeweissen Rahm zu vereinen und genossen zu werden als Säntis Cream «Marwees».

Damit noch nicht genug, denn ich bringe auch noch die leckeren Appenzeller Säntis Cubes mit, Cream & Whisky Bonbons für Naschkatzen, es muss ja nicht immer Kaviar sein.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Norddeutsche Premiere mit Marc A. Hoffmann

Noch vor der Hanse Spirit in Hamburg habe ich die Möglichkeit in Elmshorn's 1. Whisky Shop, „MARC'S WHISKY COLLECTION“, die verschiedenen Säntis Malt Abfüllungen vorzustellen. Marc A. Hoffmann, der den meisten Lesern als Autor des Buches „Whisky – Marken aus der ganzen Welt“ bekannt sein dürfte, lud mich zu dieser Veranstaltung ein und ich freue mich, etwas „Swissness“ in den kühlen Norden zu bringen.

Am Freitag den 24. Februar um 19.00 Uhr beginnt die Veranstaltung. Anmeldungen bitte direkt unter info@marcs-whisky-collection.de

Marc's Whisky Newsletter und weitere interessante Neuigkeiten findet man auf seiner Homepage

Marc's Whisky Collection Newsletter

v.l.: Marc Hoffmann, Karl Locher und ich



Montag, 9. Januar 2012

Messevorbereitungen

Das ich in diesem Frühjahr den Säntis Malt in Deutschland vorstellen kann, freut mich sehr, ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Damit die Deutschland Premiere des Säntis Malt ein Erfolg wird, daran arbeiten viele Mitarbeiter der Brauerei Locher AG. Hier möchte ich die Gelegenheit nutzen, von Zeit zu Zeit einen dieser Mitarbeiter vorzustellen:

Im Vorfeld der Veranstaltungen wird nicht nur am Design der Messepräsentation gefeilt sondern auch am Layout des neuen Informationsmaterials. Selbst eine neue Internetpräsentation für den Säntis Malt ist geplant. Für Marketing und Werbung laufen die Fäden bei Remo Sturzenegger zusammen, er hat sich von Anbeginn in das Deutschland Projekt gestürzt, und mit seinen Ideen bereichert. Seine Arbeiten werden auf den Messen nicht zu übersehen sein, und wie ich schon am Anfang sagte: „Ich freue mich drauf!“

Remo bei der Sichtung einiger Entwürfe


Samstag, 7. Januar 2012

Was ich mit nach Deutschland bringe

Natürlich hoffe ich, dass die meisten Whiskygeniesser gespannt auf die Appenzeller Whiskyabfüllungen warten. Hier schon mal ein kleiner Vor -"Geschmack":


EDITION SÄNTIS
-DER ARTIGE- Alc. 40% Vol.

Die Lagerung in Eichenbierfässern und das anmutige Apfelholzrauch-Aroma verleihen diesem Whisky eine reine, grazile und verlockende Frische. Der Hauch von grüner Feige auf der seidigen Textur sowie eine dezente Note von Phenol schwingen im Hintergrund mit. Sanfte, eichige und sehr angenehme Bitterkeit. Leicht fruchtig und sehr eindrucksvoll.
Jim Murray

EDITION SIGEL
-DER TIEFSINNIGE- Alc. 40% Vol.

Obgleich diese Edition in Eichenbierfässern herangereift ist, scheint einem die Traube regelrecht aus dem Glas entgegen zu springen. Wenn man an diesem exklusiven Aroma geschnuppert hat, läuft einem regelrecht das Wasser im Mund zusammen. Ein reiner Malt, der auf der Zunge zergeht, kombiniert mit einer saftigen Fruchtigkeit und leichten Gewürzen. Vanille repräsentiert die Eiche auf freundlichste Weise. Jim Murray


EDITION DREIFALTIGKEIT  
-DER UNBÄNDIGE- Alc. 52% Vol. 

Eine fantastische Mischung mit einem Aroma von Apfelholzrauch und etwas Erdigem, dem Torf aus Appenzell. Es ist erstaunlich: die Ölmenge auf dem Gaumen ist mild und doch ausreichend, um den Mund zu bedecken. Als nächstes kommt eine Mischung aus Rauch, gleichermassen holzig und erdig, gefolgt von einer leichten Karamell-Melasse. Eine nicht analysierbare Fruchtigkeit macht sich bemerkbar, während Gewürze den Gaumen übersäen. Was wir hier haben ist von solch kontrolliertem, ungeheurem Ausmass und einer Grössenklasse, dass man diesen Whisky einfach mit Vergnügen und tiefer Ehrfurcht geniessen muss. Jim Murray - Mit sagenhaften 96,5 von 100 möglichen Punkten und der zusätzlichen Prämierung „European Whisky of the year 2010“ bedachte der weltweit anerkannte Whisky-Experte Jim Murray diesen außergewöhnlichen Whisky-



Edition Cask ????
-DIE ÜBERRASCHUNG-

Ein besonderes Fass, welches wir in den nächsten Tagen aussuchen werden und dass exklusiv für den deutschen Markt bestimmt ist. Natürlich werde ich hier im Blog weitere Details zu dieser besonderen Abfüllung bekannt geben. Bis es soweit ist, würde ich mich freuen, wenn euch schon das Wasser im Mund zusammen läuft.

Dienstag, 20. Dezember 2011

"Was dazu gehört...

...ist Wasser, Getreide und Hefe". So steht es in vielen Büchern, wenn es um die Whiskyherstellung geht. Beim Schottischen Single Malt, wie auch beim Säntis Malt reduziert sich die Auswahl des Getreides auf Gerste, genauer gesagt auf gemälzte Gerste. Wie man in der einschlägigen Literatur lesen kann, erhielt man um das Jahr 1900 herum aus einer Tonne Gerstenmalz etwa 300 Liter Alkohol. Heute gewinnt man aus Hochleistungssorten bis zu 500 Liter Alkohol, was natürlich für eine Destillerie wirtschaftliche Vorteile hat. Jedoch gibt es auch Whiskyproduzenten, wie Bruichladdich und Benromach, die sich mit ca. 400 Litern Alkohol je Tonne Gerstenmalz begnügen, da sie die Bio Gerste Chalice verwenden. Ob dies sich im Endeffekt rechnet, entscheidet letztendlich der Verbraucher durch seinen Kauf, den entscheidend ist immer der persönliche Geschmack.

Als im Juni des vergangenen Jahres das Quöllfrisch der Brauerei Locher von 340 eingereichten Bierproben, bei den Asia Beer Awards in Singapur als "Bestes International Lager" ausgezeichnet wurde, fragte ich Karl Locher, welche Gerstensorte er eigentlich für seinen Whisky benutzt. Die Antwort viel damals etwas knapp aus: "...die gleiche Sorte, die ich auch für mein Bier verwende, denn ich habe ein sehr gutes Bier. Warum sollte ich für meinen Whisky also eine andere Sorte verwenden, wenn ich doch auch einen guten Whisky machen möchte?"

In einer kleinen Informationsbroschüre der Brauerei erfährt der Leser, dass "Als erste Brauerei der Schweiz holte die Brauerei Locher AG 1996 den kommerziellen Anbau von Braugerste in die Schweiz zurück...". In dieser Broschüre lernt man dann auch namentlich die Bergbauern kennen, die für ein Teil "Was dazu gehört", verantwortlich sind. Nicht ohne Grund gewann der Säntis Malt schon zwei Blindtastings gegen hervorragende Schottische Single Malts.

Die Broschüre erhält man übrigens im Besucherzentrum "Brauqöll Appenzell", das noch bis Ende Dezember jeweils von Dienstag bis Samstag 10.00-12.15 und 13.00-16.00 Uhr geöffnet hat.

Vom 31. Dezember 2011 bis 13. Februar 2012 bleibt das «Brauquöll Appenzell» für Einzelbesucher geschlossen. Gruppen werden aber in dieser Zeit auf Anfrage gerne empfangen.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Aus einer Tonne "Locherschen Gerstenmalzes" gewinnt man ca. 312 Liter Alkohol, der dann zum grossen Teil in 60 - 120 Jahre alten Holzbierfässern zum Säntis Malt heranreift.
Das Besucherzentrum "Brauquöll Appenzell"

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Der Säntis Malt kommt nach Deutschland

„...eine Idee ist, den Säntis Malt in Deutschland bekannt zu machen. Dies ist kein konkretes Projekt - aber was meinst Du dazu?“
„Ja, das ist mein Ding“, war mein erster Gedanke. Also setzte ich mich hin und schrieb auf, was mir so alles durch den Kopf schoss.
„Dann arbeite mir einen detaillierten Plan aus, wenn er mir gefällt, dann gebe ich dir sechs Monate Zeit, den Säntis Malt in Deutschland zu präsentieren – danach sehen wir weiter.“ So in etwa waren die Worte von Karl Locher, Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsleitung der Brauerei Locher AG, zu meinen ersten Vorschlägen.
Also machte ich mich an die Arbeit und blickte erst einmal auf die Spirituosen Messen im Frühjahr. Da mir die deutsche Messelandschaft recht unbekannt war, holte ich mir den Rat ein paar guter Freunde aus der Branche: 
„Klein und nett, ca. 500 Besucher“, „Mit dem Veranstalter nicht wieder! ca. 600 Besucher (wenn's denn soviel waren)“, „Macht Spass und wächst, ca. 1000 Besucher“, „Die Freakshow halt. Da trifft sich Whisky Europa, die Maltheads, Rucksackträger und Anoraks... aber da sehe ich kaum Raum für Schweizer Whisky, ca. 4.000 Besucher“   
...so lauteten einige der Kommentare, persönlich freuten mich Kommentare wie „Willkommen im Wanderzirkus“ natürlich besonders. Ja, man sieht sich öfters, nicht nur ein- bis zweimal im Jahr bei einem Tasting. München, Hamburg, Radebeul und Limburg heissen die Treffpunkte 2012, wo ich die Gelegenheit habe, den Appenzeller Säntis Malt, der gerade zur „Switzerland's Best Whisky Distillery“ ausgezeichneten Brauerei Locher AG, vorzustellen.
Hier im Blog werde ich in unregelmässigen Abständen etwas mehr über diesen Whisky und den Menschen hinter dem Säntis Malt erzählen.
Apropos Säntis, Wikipedia schreibt dazu folgendes:
Der Säntis ist mit 2'501,9 m ü.M. der höchste Berg im Alpstein (Ostschweiz). Durch die exponierte, nördlich vorgelagerte Lage des Alpsteins ist der Berg eine von weither sichtbare Landmarke. So gibt es auch im Schwarzwald Häuser mit dem Namen Säntisblick. Vom Säntisgipfel aus kann man in sechs verschiedene Länder sehen: Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.


Sonntag, 2. Oktober 2011

"Whiskytaufe" in Appenzell

Am letzten Montag war es endlich soweit. Im neuen Besucherzentrum der Brauerei Locher AG wurde im Beisein von Karl Locher, Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsleitung der Brauerei Locher AG, seinen Mitarbeitern Claudia Nyffeler und Remo Sturzenegger, dem Whiskyexperten Marc Hoffmann, Autor des Buches "Whisky-Marken aus der ganzen Welt" und mir, der Gewinner unseres Blindtasting den öffentlichen Medien vorgestellt. Das Ostschweizer Fernsehen und der Radiosender FM1 wurden durch Edith Hutter vertreten und der Appenzeller Volksfreund durch Rolf Rechsteiner.

Aus dem "Whisky ohne Namen" wurde nun der "Säntis Malt - Cask N°1130". Acht Jahre schlummerte das edle Destillat in einem Pinot Noir Fass, bis er in Samedan zum "Champion der Lüfte" gekürt wurde.

Ganze 450 Flaschen mit einer Fassstärke von 64% Vol., ohne Kältefilterung und ohne Farbstoff, also so wie ihn die Natur hat reifen lassen, warten jetzt auf Whiskyfreunde aus aller Welt. Die Flaschen mit gelasertem Label stehen jetzt exklusiv im Besucherzentrum "Brauquöll Appenzell" der Brauerei Locher AG. Ach nein, stimmt nicht ganz - es sind nur noch 448 Flaschen, den Marc und ich zählen nun auch zu den glücklichen Besitzern dieses Schweizer Whisky. 

Die edlen Reste unseres Whiskytastings, darunter natürlich auch den Säntis Malt-Cask N°1130, kann man noch bis zum 15. Oktober auf unserer Homepage ersteigern. http://www.samedan.smallestwhiskybaronearth.com/Veranstaltungen/versteigerung_2011.html
Der Erlös kommt der Aktion "Denk an mich - Ferien für Behinderte" zugute. 

In der "Schatzkammer",v.l.: Karl Locher, ich und Marc A. Hoffmann

Der "Champion der Lüfte" Säntis Malt-Cask N° 1130 

Wir lauschen den Whiskygeschichten von Marc Hoffmann

Marc und ich freuen uns über das Geschenk von Karl Locher